Sonntag, 22. April 2018

Das Wüsten-Shooting unter Geiern - Making-of GNTSTORCH

Am 05.04.2018 wurde auf dem Youtube Kanal meine Schwester ("CaraCaros Kanal") die 6. Folge von "Germany's next Topstorch" ausgestrahlt. Diesmal fand ein Wüstenshooting unter Geiern statt, bei dem einige meiner langjährigen Schützlinge vor die Kamera treten durften. Heute möchte ich euch hinter die Kulissen von GNTSTORCH führen und euch am Making-of vom 18.03.2018 teilhaben lassen.
In der Wüstenhalle hatte einer meiner Geier ein ganz klares Heimspiel: Der Truthahngeier mit schwarz-weißem Gefieder und rotem Gesicht und Schnabel. In der Wüstenhalle leben nämlich drei richtige Truthahngeier, die während des Drehs über unseren Köpfen ihre Kreise drehten.
Auch ein kleiner Gustav durfte nicht fehlen. Voller Eifer stürzte er sich in die Kakteen - mit dem Resultat, dass ich selbst heute noch Stachel aus seinem Gefieder und meinen Fingern ziehen muss.
Auch einer meiner diversen Gänsegeier trat mit einem storchigen Kandidaten, dem Krötentöter, vor die Kamera. Bei dem Shooting kam es allerdings darauf an, dass die Störche sich und die Geier in der Wüstenlandschaft gut in Szene setzten. Hier war ein Miteinander wichtig, kein Gegeneinander. Die Störche hätten beim geierhaften Heimvorteil auch keine echten Chancen gehabt auch nur einen Krummschnabel auszustechen ;-)
Zugegeben, trotz seines miesen Namens war der Krötentöter schnell einer meiner Favoriten um den Titel Germany's next Topstorch.
Auch ein kleiner Weißrückengeier durfte beim Dreh mitmachen.
Größenmäßig an den Storchenkandidaten angepasst, nutzten beide die unmittelbare Nähe eines Teiches, um von den anderen Wüstenkandidaten hervorzustechen.
Allerdings machte der Geier mit bräunlichem Gefieder auch keine schlechte Figur.
Das wohl harmonischste Fotoduo war wohl dieses hier: Hier ist nicht nur ein super Foto entstanden, sondern auch eine aufkeimende Freundschaft.
Nach und nach flatterten alle Störche und Geier in den unterschiedlichsten Wüstenabschnitten vor die Kamera.
Wer sein Foto im Kasten hatte, konnte erschöpft alle Flügel von sich strecken und entspannen.
Dreh des Intros, wo sich unauffällig ein Geier vor die Linse schmuggelte. Ein Blick auf Youtube lohnt sich also!
Truthahngeier mit seinen wilden Freunden im Hintergrund.
Nach den Duo-Fotos bekam jeder Storchenkandidat noch die Chance für ein Einzelfoto, das später bei der Entscheidung verkünden würde, welcher Storch es in die nächste Runde geschafft hat.
Meinen Truthahngeier hätte ich fast nicht mehr mit nach Hause nehmen können, weil er das Aufeinandertreffen mit seinen Artgenossen zu sehr genossen hat!
Storche unter sich...
...bis der Truthahngeier sich unauffällig zu ihnen gesellte.
Am besten gefielen mir letztendlich die Fotos mit meinem Safarigeier,...
...der sich mit seinem Storchkollegen eine Dinoaas-Ausgrabungsstätte ausgesucht hatte. Ich finde, dass er mir seinem Outfit perfekt in die Landschaft passte und dem Storch damit unbeabsichtigt die Show stahl.
Bei so einem saftigen Dinoknochenaas konnte ich hören, wie die Mägen meiner Geier nach dem anstrengenden Dreh hungrig knurrten. Wie gut, dass ich keinen Bartgeier dabei hatte, denn dann wäre von dem Dinoknochenaas nichts mehr übrig geblieben.
Ich bin stolz auf meine Geier, dass sie sich beim Dreh so vorbildlich verhalten und den Störchen zu einem guten Auftritt verholfen haben.
Am Ende durften natürlich Gruppenfotos aller Beteiligten nicht fehlen!
Müde aber glücklich traten alle Geier und Störche später wieder die Heimreise an und verbrachten die nächsten Tage damit die Kakteenstacheln und den Wüstenstaub aus ihrem Gefieder zu entfernen.
Am 26.04.2018 wird übrigens das große Staffelfinale auf CaraCaros Kanal ausgestrahlt, bei dem die noch verbliebenen Kandidaten ein letztes Mal gegeneinander antreten... Denn nur EINER kann Germany's next Topstorch werden!!!

Sonntag, 15. April 2018

Trauer bei Papageier und Mamageier

Schnief, sowas Trauriges!!! Am Mittwoch war doch noch alles in Ordnung, das Ei lag im Nest, wurde gut von den Gänsegeiern im Zoo Duisburg umsorgt... Aber es sollte wohl nicht sein.
Weil ich es nach Mittwoch nicht eher in den Zoo geschafft hatte, hatte bereits am Samstag ein regelmäßiger Zoo-Besucher für mich am Geiergehege nach dem Rechten geschaut. Leider berichtete er mir kurz darauf, dass das Nest leer ist und vom Küken keine Spur. Es lagen nur zerbrochene Eierschalen im Gehege. Einfach nur traurige Nachrichten, wo die Geier doch so aufopferungsvoll über 54 Tage lang bei Wind und Wetter das Ei ausgebrütet haben und dann überlebt das Küken nicht. Das ist ja wie eine Fehlgeburt in letzter Sekunde. Grausam!!! Die beiden Geier tun mir total leid!!!
Heute Nachmittag bin ich daraufhin ziemlich geknickt in den Zoo gefahren und wollte selber nachschauen. Tatsächlich war das Nest leer, kein Ei, kein Küken und ein trauriger Papageier direkt daneben.
Vermutlich kann der arme Kerl es noch immer nicht fassen! Ich wüsste zu gerne, was passiert ist. Leider kommt es auch in der Natur immer wieder vor, dass Vögel ihre Brut verlieren. Auch bei erfahrenen Geiern kann es zum Ei-Verlust kommen, wenn das Ei zu früh zerbricht oder beim Schlupf irgendwas schief geht. In manchem Fällen fressen die Geier-Eltern sogar ihr Küken, vor allem, wenn es einen Geburtsfehler hat oder irgendwas die Geiern irritiert. Aber alles Mutmaßen bringt das Küken leider auch nicht wieder zurück. Zu schade, dass ich dieses Jahr nicht die Chance habe die wunderschöne Aufzucht eines Geierkükens von Papageier mit der Welt zu teilen. Alle Hoffnungen ruhen nun auf dem ausquartierten Geierpaar, das nach dem frühen Ei-Verlust zum Glück noch ein zweites Ei nachgelegt hat.
Ohne das Ei im Nest und Nistmaterial-Sammeln konnte sich Papageier ausgiebig mit Gefiederpflege beschäftigen.
Mamageier saß in einiger Entfernung auf einem Baumstamm. Vermutlich ist sie genauso bedrückt.
Marabu beim Posing vor der Kamera.
Auch die Perlhühner waren wieder in Bestform!
Nebenan bei den Ausquartierten hatte einer der Geier seinen tollen Aussichtspunkt hoch über dem Gehege-Zaun eingenommen.
Faszinierend, wie er mit seinen Krallen auf dem recht kleinen Astende die Balance halten kann!
Ein kleiner Hüpfer mit Krüppelflügelschlag und der Geier wäre entkommen. Aber warum sollte er das Gehege verlassen, wenn der Partner auf einem Ei brütet?
Haltet durch und viel Erfolg beim Schlupf! 2-3 Wochen dauert's aber noch in etwa.