Freitag, 16. Oktober 2015

Zweite Ohrengeier-Etappe

Endlich wieder Geier!!!
Nach drei Tagen Geierpause wurde es auch langsam wieder Zeit die hübschen Viecher zu bewundern. Heute lernte ich Holgers nette Frau Claire kennen, die uns in der zweiten Etappe der Ohrengeierberingung begleitete. Da die neuen Helfer erst morgen dazustoßen, beringten Holger, Claire, Peter und ich heute die Geier zu viert im Akkord. Zum Glück sitzt mittlerweile jeder Handgriff, so dass wir zügig voran kamen. Volen und Andrea fehlen aber irgendwie schon. Die beiden waren wirklich nett und haben für viel Spaß gesorgt.
Das erste Küken des Tages bereitete den Ohrengeiern alle Ehre, denn in seinem Nest fand ich ein abgekautes Zebraohr. Mjammi. Leider wurde das Ohr später aus dem Nest entfernt. Ich hoffe es war nicht des Kükens zweites Frühstück oder sein Kuscheltier!? Apropos Kuscheltier: Ich würde natürlich dieses Schätzchen hier bevorzugen:
Aussicht aus dem Geiernest.
Hier lässt sich gut erkennen, wie kompakt der innere Teil des Geiernestes ist im Gegensatz zum äußeren Bereich, wo die Stöckchen lockerer sind. Bei unseren Durchmesser-Messungen haben wir beide Bereiche getrennt vermessen.
Da wir nur zu viert waren, durfte ich heute besonders viele Küken aus den Nestern holen. Total nett, dass die anderen mir mehr als die Hälfte überlassen haben. Das nächste Küken ging aber erstmal an Holger.
Ein kräftiges Riesenvieh!
Danach kam ich wieder an die Reihe.

Dieses Küken richtete sich im Nest vor mir auf. Wirklich beeindruckend, wenn man per Leiter gerade über die Nestkante schaut und dann plötzlich ein Riesenküken vor einem steht. Die großen Schnäbel sind nicht ohne. Ein Glück, dass die Viecher noch nicht richtig wissen, wie sie ihre Schnäbel einsetzen können.
Für das nächste Küken brauchten wir gar keine Kamera ins Nest halten, denn das fette Vieh war bestens vom Boden aus zu sehen.
Der Fachmann am Werk.
Hier mussten wir hingegen erstmal den Spiegel einsetzen, um ins Nest schauen zu können. Zum Vorschein kaum ein flauschiges, graues Flaumknäuel.
Ein bildhübsches Küken! Sehr schön sind hier am Flügelchen die Federansätze zu erkennen, die noch von einer Art Schutzschicht umgeben sind. Bis das Küken eine Spannweite von knapp 3 m hat, wird noch eine Weile vergehen.
Nächster Baum, nächstes Küken.
Gepicknickt wurde unter einem großen Felsvorsprung, wo extra ein Picknickplatz eingerichtet war. Vor uns eine herrliche Aussicht in die einsame Wüste.
Das erste Küken nach der Mittagspause ließ sich praktischerweise direkt vom Wagen aus aus dem Nest heben.
Es wird einfach nicht langweilig, egal wieviele Küken ich noch zu sehen bekomme. Jeder Baum ist anders, jedes Küken verhält sich anders und eines ist niedlicher als das andere. Ein toller Ferienjob!!!
Hey, Naturschützer werden nicht gebissen!!!
Ob so ein Trageriemen wohl schmeckt? Hat zwar die gleiche Farbe wie ein blutiges Sehnchen, aber schmeckt bestimmt zäher.
Frechschnabel.
Dieses Küken ist wieder MEINS MEINS MEINS.
In dieser Haltung nicht gerade einfach zu schnappen, weil man den Schnabel direkt vorm Gesicht hat.
Geier im Nest von oben.
Noch ein Küken...
Für die letzten Nächte schlagen wir unser Camp dort auf, wo wir bereits die erste Nacht gezeltet haben. Von hier aus können wir dann die restlichen Nester abklappern, die wir vorher aus der Luft gesehen habe. Hehe, allein bei dem Gedanken an den Flug freue ich mich umso mehr, dass wir die Geier diesmal vom Boden aus besuchen werden.
Aussicht aus meinem Schlafgemach.
Fazit von heute: 15 Nester angefahren und 10 Küken beringt. Davon waren nur zwei Küken zu klein für Flügelmarkierungen.

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