Sonntag, 24. Mai 2015

Viele Vögel, kein Aas hack

Gestern Abend hatten wir den wilden Kapgeiern und Marabus bei VulPro eine leckere Kuh im Geierrestaurant ausgelegt. Prompt hatten sich gegen 10:30 Uhr auch bereits gut 80 Geier und knapp 20 Marabus eingefunden, die auf das große Fressen zu warten schienen.
Auch ein Schwarm Heiliger Ibisse zog am Himmel seine Kreise und landete wenig später im Baum nahe des Geierrestaurants.
Kurz darauf kreisten weitere Marabus am Himmel, die nach und nach mehr oder weniger elegant auf der Wiese landeten.
Jedesmal ein atemberaubender Anblick, wenn der Himmel überm Geierrestaurant voller schöner Krummschnäbel ist.
So sieht eine Marabu-Landung aus:
Kraaah.
Interessanterweise machte lange Zeit kein Vogel Anstalten sich dem Aas zu nähern. Stattdessen trieben sich die meisten Marabus lieber in der Open Enclosure herum, während sich die Geier über die Wiese verstreuten oder auf der Brutvoliere landeten.
Das nenne ich pure Eleganz! Gegen diesen Anblick haben Marabus mit ihren Flugkünsten keine Chance.
Dennoch schafft es dieser Kerl mit seiner Landung auf der Voliere zum Bild des Tages!!!
Vor lauter Marabus will ich natürlich die Kapgeier nicht missachten!
Nachdem sich Geier und Marabu auf Kollisionskurs befanden hatten, legten sie in letzter Sekunde dennoch eine fast synchrone Landung hin.
Näherung ans Aas.
Jetzt steck schon endlich deinen Schnabel in die Kuh, damit das große Fressen endlich beginnen kann!!!
Aber nein... stattdessen lieber eine krallenfeste Schlägerei!
Oder eine Verfolgungsjagd quer über die Wiese.

Ganz selten hackte einer der Geier zaghaft seinen Schnabel in die Kuh, aber immer, wenn ich dachte es geht los, dann wurden die Geier durch eine schöne Thermik, Leute am Zaun oder was auch immer aufgeschreckt.
Ich konnte also viele Starts und Landungen beobachten, aber kein Massengerangel ums Aas.
Was für ein Gewirr aus Geiern, Marabus, Ibissen & Co. Ein toller Anblick!
Die einzigen, die richtig satt wurden, waren die Kuhreiher. Sie setzten sich ihrem Namen entsprechend oben auf den Kuhkadaver und schlangen sind den Schnabel mit fetten Fliegen voll.
Die anderen Vögel gingen hingegen leer aus. Selber schuld!
Marabu in Aufbruchstimmung.

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