Samstag, 24. Juni 2017

Kölner Königsgeier

Vor einiger Zeit hatte ich in Erfahrung gebracht, dass die Königsgeier-Familie aus dem Burgers Zoo in den Kölner Zoo umgezogen ist. Seit dem hatte ich den Zoo mehrfach angeschrieben, aber sie schienen noch hinter den Kulissen zu sein. Aufgrund diverser Elefanten-Babys und anderer Tiere fuhr ich heute dennoch spontan in den Kölner Zoo, in dem ich seit Jahren nicht mehr gewesen bin.
Kurz nach Öffnung um 9 Uhr war im Zoo nicht viel los. Umso besser, die Tiere waren sehr entspannt und ich konnte schöne Entdeckungen wie dieses Pelikanküken machen.
Ich war sowieso überrascht, wie schön einige Gehege hergerichtet waren. Irgendwie hatte ich den Kölner Zoo etwas anders in Erinnerung.
Auf einer Wiese leben fünf Marabus und zwei große Hornraben miteinander.
Ziemlich hutzelig, die Guten.
Die meiste Zeit hielten sie sich nah am Geländer auf uns schienen sich an den Besuchern nicht zu stören.
Wie immer eine stattliche Erscheinung.
Gemütliches Chillen.
Infotafel.
Die Hornraben waren fleißig beschäftigt Unmengen Laub in ihrem riesigen Schnäbeln in den Stall zu schleppen. Ob die beiden dort brüten? Ich muss ja zugeben, dass ich von diesen Viechern nicht viel weiß - außer, dass sie bedroht sind und sie mir 2013 im Kruger Nationalpark über den Weg gelaufen sind. Sehr attraktive Tiere!
Der Schnabel von diesem Kerlchen schien mir aber in miserablem Zustand. Man kann ja quer durchschauen, obwohl er den Schnabel eigentlich geschlossen hat.
Im Flugshow-Bereich ist noch immer das Bild eines Gänsegeiers mit Infos. An der Flugshow nimmt aber zum Glück so weit ich weiß kein Geier teil.
Weitere Infos zur Falknerei und zu Schmutzgeiern.
In der Fasanerie entdeckte ich ein paar weitere, witzige Flattermänner.
Zeitgleich mit meinem Eintreffen durften die Elefanten das große Außengehege betreten. Die Elefantenzucht ist dieses Jahr besonders erfolgreich. Allerdings musste der jüngste Nachwuchs leider vor wenigen Tagen nach sehr kurzer Zeit eingeschläfert werden. Total traurig für die Elefanteneltern. Andere Mütter führten aber stolz ihren Nachwuchs spazieren.
Mini-Elefant. Töröööööööööö.
Hübscher Tukan.
Als ich an einer Wand aus Bambusbüscheln vorbeischlenderte, meldete sich das innere Geier-GPS. Neugierig blieb ich stehen und konnte tatsächlich einen königlichen Königsgeier hinter dem Grünzeugs erspähen. Die Frage war nur: Wie komme ich zu dem Vieh hin?
Ich ging nochmal den Weg zurück, wo ich sehr nah am Gehege dran gewesen bin, aber es war keine Chance hinzukommen. An der anderen Seite, vorbei an Raubkatzen durch einen kleinen Tunnel kam ich allerdings ans Ziel: Ein Hintereingang zum Regenwaldhaus. Ich wusste ja, dass die Königsgeier dort irgendwo sein sollten, aber ich dachte eigentlich, dass ich das Regenwaldhaus mit Tukan & Co bereits erkundet hatte...
Am Ende der begehbaren Freiflugvoliere konnte ich neben zwei Nimmersatts und zwei anderen langbeinigen Vögeln einen Königsgeier auf dem Dach des Besucherausgangs sehen. In dieser Voliere hatten vor vielen Jahren übrigens zwei Schmutzgeier gelebt. Einer davon war so zahm, dass er sich von Besuchern sogar streicheln ließ.
Der Königsgeier mit kugelrund gefressenem Kropf hielt sich allerdings lieber auf Abstand.
Wahnsinn, ich habe noch nie so einen vollgefressenen Königsgeier gesehen. Ob er sich gerade ein Zebra auf ex reingeschlungen hat? Das muss doch ganz schön im Kropf spannen, oder?
Während ich ihn fotografiere, flattert mir plötzlich Königsgeier Nr. 2 ins Bild.
Ein süßes Pärchen. Von seinem Nachwuchs, den es noch vor Umzug im Burgers Zoo geboren hatte, blieb allerdings leider nichts zu sehen.
Wirklich schön endlich wieder Königliche bewundern zu können. Aber irgendwie auch schade, dass der Burgers Zoo sein Brutprogramm beendet hat. Sie waren immerhin lange Zeit europäischer Zuchtbuchführer für Königsgeier.
Auch Königsgeier verbringen viel Zeit mit der Pflege ihres königlichen Gefieders.
Sitzbänke gibt es zum Glück keine mehr in der Voliere. Gut so, sonst wäre die Gefahr zu groß, dass auch diese Geier zu zahm und zutraulich werden.
Später schaute ich mir auch noch das große Aquarium und Terrarium an. Vor allem die vielen Arten von Echsen und das Chamäleon waren klasse.
Ich hatte mir sogar die Spinnenausstellung angeschaut. Diese war mir nur 3 Terrarien allerdings total die Enttäuschung. Insgesamt hat mir der Ausflug in den Kölner Zoo wirklich sehr gut gefallen. Das muss jetzt nicht jährlich sein, aber hin und wieder gerne!

Freitag, 23. Juni 2017

Duisburger Küken (48 Tage)

Auf zum Zoo Duisburg, Gänsegeier gucken! Das Küken ist jetzt 48 Tage alt und wächst so schnell, dass ich es bei meinen wöchentlichen Besuchen kaum wiedererkenne.
Papageier saß wieder an seinem neuen Lieblingsplatz. Es scheint ganz so, als würde er sich dieses Jahr nicht sehr an der Kükenaufzucht beteiligen. Aber vielleicht schont er seine Kräfte und weiß ja genau, was für eine gute Geiermama seine Dame ist.
Das Küken ist flauschig und RIESIG!!! Bei der schwülen Hitze brauchte Mamageier das Küken nicht schützen und so lag es fett und breit im Nest, während sie sich hinter dem Baumstamm versteckte.
Mamageier.
Riesenküken!
Die Federn wachsen jetzt richtig schnell. Schon bald wird es seinen weißen Flaum durch braune Federchen ersetzt haben.
Da scheint wohl schon jemand bereit für ein Nickerchen zu sein.
Nebenan kühlt ein Tapir seine Füße im Wasser.
Die Ausquartierten schienen heute etwas frischer als die letzten Male, saßen aber hauptsächlich nur rum.
Gäääähn.
Auch die Emu-Kinder sind enorm gewachsen. Als von den Koritrappen nebenan großes Gebrüll und Gegrunze erklang, liefen die Emus etwas verunsichert durchs Gehege. Hehe, ich wusste gar nicht, dass die Trappen neben ihrem Tamburin-artigen Getrommel auch wie Saurier brüllen können ;-)
Mama-Trampeltier mit Baby.
Und ein entspannter Marabu kurz vor Feierabend.